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Anbieter finden16. August 2026 · 6 Min. Lesezeit

Website erstellen lassen: die 9 Fragen, die du jedem Anbieter stellen solltest

Die meisten Ratgeber zu diesem Thema sind Eigenwerbung mit Fragezeichen. Hier sind neun Fragen, an denen du jeden Anbieter messen kannst. Wir beantworten sie zuerst für uns selbst, auch da, wo die Antwort unbequem ist.

von webhype

Wenn du eine Website erstellen lassen willst, ist die schwierigste Entscheidung nicht Design oder Technik. Es ist die Frage, wem du das anvertraust. Die folgenden neun Fragen kannst du jedem Anbieter stellen, uns eingeschlossen. Jede davon zielt auf einen Punkt, an dem es später weh tut: Wem gehört die Domain, was kostet eine Änderung in zwei Jahren, und was passiert, wenn ihr euch trennt. Wir beantworten jede Frage direkt darunter für webhype, mit Link auf die Stelle, wo es öffentlich nachlesbar ist.

Ein Hinweis vorweg, weil er zur Ehrlichkeit gehört: Wir sind selbst Anbieter. Deshalb steht bei jeder Frage auch, wo unsere Antwort schlechter ausfällt als die anderer.

1. Fester Preis oder Stundensatz?

Ein Stundensatz ist nicht unseriös, aber er verlagert das Risiko auf dich: Du weißt beim Unterschreiben nicht, was am Ende auf der Rechnung steht. Ein Festpreis verlagert es auf den Anbieter. Frag konkret: Was genau ist im Preis enthalten, was kostet extra, und was passiert, wenn das Projekt länger dauert als gedacht?

Bei uns: 499 Euro (Starter) oder 999 Euro (Business), netto, vorher bekannt. Dazu 19 beziehungsweise 29 Euro im Monat für den Rundum-Service, oder alternativ eine einmalige Übergabe ohne Monatsbeitrag. Nach der enthaltenen Korrekturrunde kostet zusätzliche Arbeit 95 Euro pro Stunde. Alles steht auf der Paket-Seite.

Wo das schlechter ist als anderswo: Ein Festpreis funktioniert nur mit klar umrissenem Umfang. Wenn du einen Onlineshop, mehrere Sprachen oder eine Anbindung an deine Warenwirtschaft brauchst, sind wir die Falschen. Das steht so auch auf der Leistungsseite, unter „Was nicht enthalten ist".

2. Auf wessen Namen läuft die Domain?

Das ist die wichtigste Frage im ganzen Text. Läuft deine Domain auf den Anbieter, gehört deine Internetadresse nicht dir. Verschwindet er, hast du ein echtes Problem: Die Adresse, die auf deinen Fahrzeugen, Visitenkarten und Rechnungen steht, ist dann nicht mehr deine.

Das ist kein theoretisches Risiko. In öffentlichen Foren wie administrator.de und gutefrage.net finden sich reihenweise Fälle von Betrieben, deren Webdesigner nicht mehr erreichbar war und deren Domain auf dessen Namen lief. Du kannst das in zwei Minuten selbst prüfen: Bei einer .de-Adresse zeigt die Denic-Abfrage, wer eingetragen ist.

Bei uns: Die Domain läuft auf deinen Namen, deine Inhalte gehören dir. Das steht wörtlich auf der Paket-Seite. Wie du eine bereits verlorene Domain zurückholst, haben wir hier aufgeschrieben: Webdesigner verschwunden? So rettest du Domain und Zugänge.

3. Wer ändert später die Texte, und was kostet das?

Das ist der Punkt, an dem die meisten Websites sterben. Nicht durch einen Fehler, sondern durch Stillstand: Die Öffnungszeiten stimmen seit zwei Jahren nicht, weil jede Änderung eine Mail, eine Wartezeit und eine Rechnung bedeutet. Frag deshalb nicht nur „kann ich das selbst ändern", sondern lass es dir zeigen.

Bei uns: Jeder Kunde bekommt einen eigenen Bereich, in dem er Texte und Bilder selbst austauscht, mit Vorschau daneben. Wie weit das geht, lässt sich beziffern: Bei Studio H. sind es 198 Textfelder und 16 Bildplätze, die der Kunde ohne uns ändern kann. Nachzulesen im Case zu Studio H..

Wo das schlechter ist als anderswo: Diese Selbstpflege ist Teil des Rundum-Service. Wählst du die einmalige Übergabe, bekommst du die Website und die Zugänge, aber keine laufende Betreuung durch uns.

4. Sind die Referenzen echt, mit Namen und Freigabe?

Anonyme Referenzen („ein Handwerksbetrieb aus Süddeutschland") sind wertlos, weil du sie nicht überprüfen kannst. Verlange Namen, eine anklickbare Adresse und im Idealfall ein Zitat, das der Kunde freigegeben hat. Und dann mach den einzigen Test, der wirklich zählt: Ruf eine dieser Seiten auf deinem Handy auf.

Bei uns: Auf der Referenzseite stehen fünf Projekte mit vollem Namen, Live-Adresse und freigegebenem Kundenzitat. Bei jedem steht eine gemessene Zahl, keine geschätzte.

Wo das schlechter ist als anderswo: Fünf Referenzen sind nicht viel. Eine Agentur, die seit fünfzehn Jahren arbeitet, hat mehr. Für einige Branchen, etwa Kanzleien oder Gastronomie, haben wir bislang keinen Fall, den wir zeigen können.

5. Wie schnell bekomme ich eine Antwort, und von wem?

Frag nach einer Zusage in Werktagen, nicht nach einem Gefühl. Und frag, ob du mit derselben Person sprichst wie im Verkaufsgespräch. Der häufigste Frust in Foren zu diesem Thema ist nicht schlechte Arbeit, sondern Funkstille.

Bei uns: Wir antworten auf Anfragen binnen 24 Stunden, in der Regel am selben Werktag. Für Kunden mit Rundum-Service liegt die zugesagte Reaktionszeit bei ein bis zwei Werktagen. Es gibt kein Callcenter dazwischen.

6. Was passiert, wenn wir uns trennen?

Frag das vor Vertragsschluss, nicht danach. Wichtig sind drei Dinge: Wie lange läuft der Vertrag, wie kündigst du ihn, und was bekommst du beim Abschied mit? Ein Anbieter, der dir Domain, Inhalte und Zugänge nicht herausgibt, hält dich fest, statt dich zu überzeugen.

Am Rande, weil es zeigt, wie ernst das genommen wird: Das Landgericht Koblenz hat entschieden (11 O 12/23), dass ein Hoster eine Online-Kündigung nicht von einer telefonischen Bestätigung abhängig machen darf. Wo so etwas nötig wird, war die Kündigung offenbar mit Absicht schwer gemacht.

Bei uns: Der Rundum-Service läuft 12 Monate. Danach nimmst du Domain und Inhalte mit. Die Details stehen in den AGB und auf der Leistungsseite.

7. Wie lange dauert es wirklich, und woran hängt das?

Jedes Zeitversprechen im Markt hat eine Bedingung, die im Kleingedruckten steht. Der Anbieter werkerweb.de etwa verspricht Go-Live in zwei Tagen, ausdrücklich aber nur, wenn die Domain reserviert ist und das gesamte Material vorliegt. Das ist ehrlich formuliert, und genau danach solltest du fragen: Was muss ICH liefern, damit die genannte Zeit gilt?

Bei uns: 7 Tage nach dem Gespräch ist die Seite fertig und online. Deine Aufgabe dabei: ein Gespräch von höchstens 30 Minuten und dein Material bis Tag 2. Der Ablauf steht Schritt für Schritt auf der Prozessseite.

8. Wer schreibt die Texte?

Der stillste Kostentreiber im ganzen Projekt. Viele Angebote enthalten Design und Technik, aber nicht die Texte. Dann sitzt du abends vor einem leeren Dokument, das Projekt liegt wochenlang, und am Ende ist die Verzögerung angeblich deine Schuld. Frag also klipp und klar: Schreibt ihr die Texte, oder liefere ich sie?

Bei uns: Wir schreiben sie. Du lieferst Stichpunkte im Gespräch, wir machen daraus die Seitentexte, und du gibst sie frei.

9. Was ist mit den Rechtspflichten?

Impressum, Datenschutzerklärung und, sobald nicht-notwendige Dienste geladen werden, ein Einwilligungsbanner. Frag, ob das enthalten ist und wer haftet. Und lass dir keine Angst machen: Zum Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG), das seit dem 28. Juni 2025 gilt, kursieren viele Halbwahrheiten. Reine Informations-Websites ohne Verkauf oder Online-Buchung sind laut IHK München und e-recht24 nicht erfasst, und Kleinstunternehmen unter zehn Beschäftigten sind als Dienstleister ohnehin ausgenommen.

Bei uns: Technisch bauen wir das mit: Einwilligungsbanner, keine Drittanbieter-Dienste ohne Zustimmung, Schriften vom eigenen Server statt vom Google-Netz. Was wir nicht tun: Rechtstexte verfassen oder Rechtsberatung leisten. Impressum und Datenschutzerklärung brauchen im Zweifel eine juristische Prüfung. Mehr dazu hier: Was das BFSG wirklich verlangt.

Wo das schlechter ist als anderswo: Manche Anbieter binden einen Rechtstext-Dienst ein und liefern die Texte gleich mit. Das tun wir bewusst nicht. Wir sagen dir, was fehlt, aber verkaufen keine Rechtssicherheit, die wir nicht garantieren können.


Die Kurzfassung zum Mitnehmen

Wenn du nur drei der neun Fragen stellst, dann diese:

  1. Läuft die Domain auf meinen Namen? Wenn nicht: weitergehen.
  2. Was kostet eine Textänderung in zwei Jahren? Die Antwort verrät dir, ob die Seite lebendig bleibt.
  3. Was bekomme ich mit, wenn wir uns trennen? Wer dich festhält, will dich nicht überzeugen.

Und der Test, der nichts kostet: Ruf zwei Referenzseiten des Anbieters auf deinem Handy auf. Wenn die langsam laden oder verrutscht aussehen, wird deine es auch.

Dieser Artikel ist Orientierung, keine Rechtsberatung. Bei Verträgen und Rechtstexten im Zweifel eine Anwältin oder einen Anwalt fragen.

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